Wie schnell rentiert sich die Riester-Förderung? Eine Beispielrechnung
Die Riester-Rente ist eine staatlich geförderte Form der Altersvorsorge, die vielen deutschen Arbeitnehmern zur Verfügung steht. Sie soll sicherstellen, dass auch im Rentenalter ein ausreichendes Einkommen vorhanden ist. Doch wie schnell rentiert sich diese Form der Vorsorge eigentlich? In diesem Artikel wollen wir eine Beispielrechnung aufstellen, um diese Frage zu beantworten.
Grundlagen der Riester-Förderung
Um die Riester-Förderung in Anspruch nehmen zu können, muss man bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehört unter anderem, dass man rentenversicherungspflichtig ist und ein Riester-Vertrag abgeschlossen hat. Bei einem solchen Vertrag zahlt der Sparer regelmäßig und der Staat gibt eine jährliche Zulage hinzu. Diese Zulagen variieren je nach Familienstand und Anzahl der Kinder.
Beispielrechnung
Nehmen wir an, eine Person mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von 3.000 Euro entscheidet sich für einen Riester-Vertrag. Zu Beginn zahlt sie monatlich 4% ihres Bruttoeinkommens in diesen Vertrag ein, also 120 Euro. In diesem Beispiel nehmen wir an, dass sie Anspruch auf die volle Zulage hat, die derzeit bei 175 Euro pro Jahr liegt.
Nach 30 Jahren, also der durchschnittlichen Laufzeit eines Riester-Vertrags, hätte diese Person insgesamt 43.200 Euro eingezahlt. Doch dank der staatlichen Zulage würde der Guthabenstand auf 61.200 Euro anwachsen. Dies bedeutet einen soliden Zuwachs von 18.000 Euro allein durch die Zulagen.
Die Auszahlungsphase
In der Auszahlungsphase, also im Rentenalter, kann das angesparte Kapital entweder als monatliche Rente oder als einmalige Kapitalzahlung ausgezahlt werden. Die monatliche Rente wird anhand eines individuellen Faktors berechnet, der von verschiedenen Faktoren wie dem Renteneintrittsalter und der Höhe des angesparten Kapitals abhängt.
Nehmen wir an, dass unsere Beispiel-Person sich für die monatliche Rente entscheidet. Bei einem angesparten Kapital von 61.200 Euro würde sie eine monatliche Rente von 345 Euro erhalten. Das entspricht einer jährlichen Rente von 4.140 Euro.
Riester-Rente einfach erklärt in 5 Minuten
Vergleich mit der gesetzlichen Rente
Um die Rentabilität der Riester-Förderung zu verdeutlichen, sollten wir diese Beispielrechnung mit der gesetzlichen Rente vergleichen. Bei einem monatlichen Bruttoeinkommen von 3.000 Euro würde die gesetzliche Rente im Durchschnitt bei etwa 45% des letzten Nettoeinkommens liegen. Das wären in diesem Fall 1.350 Euro im Monat.
Die Riester-Rente mit einer monatlichen Rente von 345 Euro würde also zu einer insgesamt höheren monatlichen Rentenzahlung führen, obwohl sie auf einer niedrigeren Beitragssumme beruht. Dies verdeutlicht die Rentabilität der Riester-Förderung.
Fazit
Die Beispielrechnung verdeutlicht, wie schnell sich die Riester-Förderung rentieren kann. Durch die staatlichen Zulagen und die Möglichkeit der individuellen Beitragszahlung erhält man im Rentenalter eine attraktive Zusatzrente, die die gesetzliche Rente ergänzt. Die Rechnung zeigt außerdem, dass es sich lohnt, frühzeitig mit dem Aufbau eines Riester-Vertrags zu beginnen, um von Zinseszinseffekten zu profitieren.
Bitte beachten Sie, dass die Beispielrechnung nur eine grobe Orientierung bietet und von individuellen Faktoren wie der persönlichen Situation und der Entwicklung der Kapitalmärkte abhängt. Es ist ratsam, sich von einem unabhängigen Finanzberater beraten zu lassen, um eine auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnittene Riester-Förderung zu erhalten.